Vom 30.07.2011 bis 06.08.2011 haben wir einen längeren Urlaub mit unserem Pössl unternommen. Diesmal hat es uns nach Tangstedt verschlagen. Meine Frau hat dort Reitstunden genommen. Keine konventionellen Reitstunden, sondern nach dem französischen Reitmeister Philippe Karl und der von ihm gegründeten Schule der Légèreté. Die Leichtigkeit.
Marion wurde dabei von einer Schülerin bzw. lizensierten Ausbilderin von Philippe Karl trainiert, der Melanie Kleemann. Vorneweg: ich bin im Pferdebereich mehr der interessierte Laie als der versierte Spezialist. Ich sehe nur, was funktioniert und was gut aussieht… und was eben nicht. Und die Reitweise nach Philippe Karl funktioniert erstaunlich gut. Selbst bei unserem geistigen Problemfall Solania.. eine manchmal kopflose Stute.
Nun ist selbst mir aufgefallen, das wir uns auf dem Hof vom Thomas Stödter, auf dem wir campen durften, zusehends wohler fühlten. Man nahm uns freundlich in der Stallgemeinschaft auf (obwohl wir nur eine Woche zu Gast waren) und gestaltete unseren Aufenthalt angenehm. Wie selbstverständlich trennte Thomas für uns am Wohnmobil einen Bereich ab, so dass unsere beiden Stuten grasen konnten. Da war man echt baff. Ob es an der Art der Ausbildung lag? Auf dem Hof waren die Légèreté-Reiter in der glatten Überzahl. Die Unverbissenheit und Freundlichkeit begegnete und überall. Wir wurden nicht dem üblichen Scan unterzogen (welches Pferd, welcher Sattel, welche Klamotten und welches Zaumzeug) bevor man mit uns redete.
Dieser Urlaub war (fast) ein Faulenzer-Urlaub. Neben den Reitstunden hatten wir oftmals einfach nix getan. Ganz in der Nähe gab es einen riesigen Bio-Laden samt Bio-Bäckerei, da konnten wir uns gut versorgen (und eine Menge Geld lassen). Aldi, Penny und Edeka waren aber auch innerhalb von 5-10 Fahrrad-Minuten erreichbar.
Am Freitag haben wir dann noch mit unseren Hundis eine grössere Fahrrad-Tour unternommen. Da unsere beiden vierbeinigen Rentner nicht mehr soooo gut zu Fuß sind, haben wir (ich) einen Hunde-Fahrradanhänger mitgeschleppt. Es gab so manches Schmunzeln, wenn die ansässigen Einwohner das komische Gespann sahen.

Samstag Mittag mussten wir uns dann schweren Herzens verabschieden von Melanie, Astrid, Thomas und den anderen lieben Menschen. Aber wir kommen wieder, dann wird es wieder heissen: über die Dehnung in die Aufrichtung…

Leider kamen wir auf der Rückfahrt in einen Riesenstau. Unser Paco musste dringenst und quengelte ne halbe Stunde lang, bevor wir dann eine grössere Nothaltebucht erreichten.

Wohlbehalten ist das Sixpack dann am Nachmittag zuhause eingetrudelt.

 

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